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Der Ruf nach Freiheit in Humboldts Kulturscheune


Der Atem der jüngeren deutschen Geschichte wehte am 6. März durch Humboldts Kulturscheune. Der Leiter des Programmbereichs Zeitgeschichte beim ZDF, Professor Dr. Guido Knopp, gab mit seinem Vortrag über denWert der Freiheit einen interessanten Einblick in ein bewegendes Stück Zeitgeschichte, nämlich die deutsche Einheit und ihre Folgen.

Initiator der gut besuchten Veranstaltung war der Verein „Freunde der Humboldt-Schule e.V.“, der mit seiner Vortragsreihe zu gesellschaftlich relevanten Themen den Veranstaltungskalender der Schule bereichern möchte und damit vor allem Oberstufenschülern bereits zum zweiten Mal in diesem Schuljahr eine interessante Perspektive jenseits des klassischen Unterrichts ermöglichte.

Dass mitten in der Vorbereitungsphase für das schriftliche Abitur etwa achtzig Schülerinnen und Schüler den Weg in die Kulturscheune gefunden hatten, zeigt, dass das Knoppsche Format des „Histotainments“ nicht nur als Publikumsmagnet für das Fernsehen gilt.

Der Historiker und Journalist wusste einen Hauch von BBC zu verbreiten und präsentierte in einer bemerkenswerten Kombination aus Dokumentarfilmeinspielern und Hintergrundinformationen die politische Bühne des europäischen Schicksalsjahres 1989 und auch die großen Emotionen dieser Tage. Gänsehaut inklusive für alle.

Für die anwesenden Eltern und das Kollegium der Humboldt-Schule stiegen zudem Erinnerungen auf an ungarische Grenzsoldaten, die Prager Botschaft, an Wendehälse und Mauerspechte.

Großer Beifall für Guido Knopp, der den Bogen vom Mauerbau zum Mauerfall so eindrucksvoll gespannt und den Ruf nach Freiheit für sein Auditorium so deutlich hörbar gemacht hat.

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